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Die Ferkel - Geschichte

Schon
zu Beginn der fünfziger Jahre bereitete der
Personennahverkehr auf den Nebenbahnen - einschließlich
der Schmalspurbahnen - erheblich Probleme in der
Vorhaltung der erforderlichen Traktionsmittel. Durch die
Übernahme der Privat- und Kleinbahnen ab 1949 hatte sich
diese Situation noch verschärft, indem z.B. die auf
diesen Strecken eingesetzten Triebwagen wegen fehlender
Ersatzteile abgestellt bzw. schon als Schadpark von der
DR übernommen wurden. Seit der Übernahme der Klein- und
Privatbahnen im Ostteil Deutschlands durch die Deutsche
Reichsbahn zählten zum Bestand der DR etwa 200
Triebwagen verschiedener Bauarten, deren Zustand infolge
der Kriegseinwirkungen und durch lange Abstehzeiten
stark zu wünschen übrig ließ. Die Zugförderleistungen
auf vielen Nebenstrecken musste nunmehr mit der
Dampftraktion gefahren werden.

Als Folgeerscheinung trat
eine weitere Verschärfung in der Dampflokvorhaltung
durch fehlende Reparaturkapazitäten auf. Auch die
Vielfalt der auf den Nebenbahnen noch im Einsatz
befindlichen Länderbahnbauarten, besonders der
Lokomotiven, die in der Baureihe 98 zusammengefasst
wurden, brachte erhebliche Probleme in der
Materialbeschaffung mit sich. In der Arbeitsbesprechung
des Ministeriums für Eisenbahnwesen mit den
Gruppenleitern Fahrzeuge der Rbd'en am 19. August 1953
in Berlin platzte die bereits seit 1951 tickende Bombe:
Der bevorstehende Herbstverkehr konnte durch akuten
Lokomotivmangel nicht einmal mehr auf den
Schmalspurbahnen gesichert werden, da die Raw zugunsten
des angewachsenen Schadparkes bei der Baureihe 98 die
Instandsetzung der Schmalspurloks zurückgestellt hatten.

Der Stellvertreter des
Ministeriums - Erwin Kramer, beauftragte aufgrund
Notlage das Technische Zentralamt für den
Personennahverkehr auf Nebenbahnen den
Triebwagen-Verkehr wieder zu reaktivieren, um zunächst
den Dampfloks zu entlasten und darüber hinaus die
Kapazitäten in den Ausbesserungswerken zu stabilisieren.
Es sollte der alte vorhandene Triebwagen-Park wieder
einsatzfähig gehalten werden. Gleichzeitig war klar,
dass diese Situation schnellstmöglich verbessert werden
muss. Es wurde nach Auswegmöglichkeiten gesucht und man
forderte von der Industrie einen Leichttriebwagen für
Nebenstrecken, ähnlich dem VT95/ 98 der DB.

Gemeinsam mit der
Versuchsanstalt für Motorfahrzeuge, die dann 1956 in die
VES-M eingegliedert wurde, und dem VEB Waggonbau Bautzen
- ging das TZA an die Arbeit.
Es bedurfte immerhin acht
Entwicklungsjahre, um ein Baumuster im Juli 1958 zu
präsentieren. Schwierigkeiten traten besonders bei der
Auswahl eines geeigneten Antriebs-Systems auf. Nicht das
technische Können war die Frage, sondern wer produziert
ein solches in der DDR. Das Baumuster 1, welches 1957 in
Bautzen fertig gestellt wurde, erhielt einen
Unterflurmotor mit 111 kW Leistung von der Firma Büssing.
Nicht nur, dass der Motor
aus dem "nichtsozialistischen Ausland" stammte bereitete
dem Minister Kopfschmerzen, auch die Leistung mit 111 kW
war vor allem im Beiwagenbetrieb etwas mager, was schon
der erste Betriebseinsatz im Bw Haldensleben zeigte.
Trotzdem konnte sich das Baumusterfahrzeug, der erste
Schienenbus der DR, als ein gelungenes Exemplar sehen
lassen.

Auch die im Winter 1957/58
bei der VES/M im Erprobungsbetrieb öfters eingefrorenen
pneumatischen Türschließeinrichtungen konnten dieses
Urteil nicht trüben, wenn dadurch auch einmal sogar die
gesamte Versuchsgruppe der VES/M im Triebwagen
eingeschlossen worden war.

Hatte man das Baumuster 1
in Stahlleichtbauweise gefertigt, so versuchte man beim
Baumuster 2, um Fahrzeugmasse zu sparen, eine Stahl-Leichtmetall-Gemischtbauweise,
diese rief aber technologisch bei der Serienfertigung
viele Probleme hervor, so dass man bei der Fertigung der
Nullserie - VT 2.09.003 bis 2.09.007) wieder zur
Stahlleichtbauweise zurückkehrte.
 
Das Baumuster 2, welches
der VEB Waggonbau Bautzen auf der Leipziger
Frühjahrsmesse 1959 präsentierte, besaß schon einen
132-kW-Unterflur-Dieselmotor aus eigener DDR-Produktion
vom Motorenwerk Johannisthal (Berlin).
Das Motorenwerk
Johannisthal beschäftigte sich zu dieser Zeit bereits
mit einem Dieselmotor für Diesellokomotiven der späteren
Baureihen V 60, V 100 und V 180, einen DM vom Typ 12 KVD.
Für den VT 2.09. hatte man
einen 6 KVD 18 mit Leichtmetall-Gussgehäuse und
eingezogenen Stahllaufbuchsen aus diesem abgeleitet.
Dieser Motor blieb jedoch ein Einzelexemplar, thermische
Spannungen im Motorblock führten zu Rissen im Gehäuse.
 
Zur selben Zeit wurde im
Elbewerk Roßlau ein Dieselmotor vom Typ 6KVD 18 SRW mit
132kW Leistung für die Rangierloks der Baureihe V 15
entwickelt, dieser befand sich seit 1959 in Fertigung
für die V 15-Produktion im Werk Babelsberg. So erprobte
man diesen Motor gleichzeitig in den Fahrzeugen der
Nullserie (VT 2.09.003 bis VT 2.09.007). Insgesamt
verlief die messtechnische Erprobung und die ab März
1959 mit den Fahrzeugen der Nullserie im Bw Haldensleben
durchgeführte Betriebserprobung ohne größere Pannen.
Der zuständige Minister
konnte wieder ruhig schlafen, denn nicht nur den Motor
hatte man durch einen aus DDR-Produktion ersetzt,
sondern auch das im 1. Baumuster verwendete
6-Gang-Elektroschaltgetriebe und das Achswendegetriebe
der westdeutschen Firma Gmeinder konnte durch ein
Getriebe aus dem Getriebewerk Gotha ersetzt werden. Die
anfänglichen Ausfälle durch das Elektroschaltgetriebe
infolge von Mängeln an den Kontaktbürsten und der
Lamellenkupplung wurden spätestens bei der 2. Serie
durch eine umfassende Last- und Leerlauferprobung auf
den Strecken Bautzen - Sebnitz - Bad Schandau durch den
Waggonbau Bautzen in Zusammenarbeit mit den
Zulieferfirmen behoben werden.

Nach eingehenden
Probefahrten der Einheiten VT 2.09.002 mit VB 2.07.502
sowie einer Nullserie mit fünf weiteren Trieb- und
Beiwagen, folgte die Serienproduktion. Nach dem
gelungenen Einsatz des Motors 6KVD 18 bei der Nullserie
erhielten auch die ab 1963 ausgelieferten VT 2.09.008
bis VT 2.09.070 diesen Motor, obwohl es kein reiner
Untenflur-DM war, er konnte auch nicht horizontal
liegend eingebaut, sondern nur seitlich angekippt werden.
Zu diesem Zweck veränderte man die Aufhängung am Motor
und gab ihm die Bezeichnung 6 KVD 18 SIHRW.
Diese aus der Not heraus
geborene Maßnahme, den 6 KVD 18 SRW-Motor durch seine
dafür günstig liegende tiefe Ölwanne auch seitlich
gekippt einbauen zu können und damit aus dem stehenden
einen halb liegenden Unterflur-DM zu machen, half der DR
über 20 Jahre später aus einer großen Notlage bei der
Instandhaltung der Schienenbusse. Bei der
Serienproduktion sind innerhalb eines Jahres 63
Einheiten gebaut wurden. Die Kombination Trieb- und
Beiwagen erforderte an den Endpunkten der Strecken
jedoch immer noch das Umsetzen des Triebwagens. Im Jahre
1964 lieferte der Waggonbau Bautzen daraufhin die VT
2.09.101 und 102 sowie VS 2.07.101 und lieferte diese
als Baumuster mit Steuerwagen aus.
In der weiteren
Beschaffung von Leichttriebwagen wurden im
Forderungsprogramm alle noch vorhandenen Mängel und
Schwachpunkte beachtet und abgestellt. So erhielt die
Serie VT 2.09.101 bis 2.09.116 eine Vielfachsteuerung
und die Beiwagen wurden als Steuerwagen gebaut. Damit
konnte das lästige "Kopfmachen" entfallen und Fahrten in
Mehrfachtraktion war nunmehr möglich. Die Serie
VT2.09.201 bis 2.09.273, nunmehr im Waggonbau Görlitz
gefertigt, musste mit einem neuen Motor bestückt werden,
da die Produktion des 6 KVD 18 SRW im Werk Roßlau 1967
auslief. Die VT 2.09.2 erhielten einen für sie extra
konstruierten 6 KVD 18/15-1 HRW Dieselmotor, welcher nun
ein echter Unterflurmotor war.

Nach erfolgreicher
Erprobung folgten 1965 weitere 14 VT/VS-Einheiten und
1969 von Waggonbau Görlitz noch 73 Trieb und Steuerwagen
mit den Ordnungsnummern 201 bis 273.
Diese letzte Serie wies
gegenüber ihren Vorgängern zusätzlich eine verbesserte
Rahmenkonstruktion auf. Die aus Trieb-und Steuerwagen
bestehenden Garnituren erhielten später die
Baureihenbezeichnung 172 und werden heute als 772/972
bezeichnet. 1970 besaß die DR somit 159 Trieb-, 89
Steuer- und 70 Beiwagen, die vorwiegend auf Nebenbahnen,
zu verkehrsschwachen Zeiten aber auch auf Hauptstrecken
verkehrten.
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Auslieferung
der VT 2.09.0/ 1/ 2
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1957
1962
1963/64
1964/ 65
1968
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2
5
63
16
73 |
VT2.09.001-002
VT
2.09.003-007
VT
2.09.008-070
VT
2.09.101-116
VT
2.09.201-273 |
171 001-002
171 003-007
171 008-070
172 001-016
172 101-173 |
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Außerdem
wurden 89 Steuer- und 70 Beiwagen beschafft. |
Der VT 2.09. selbst war
ein sehr instandhaltungsfreundliches Fahrzeug. Dafür
musste er eine Reihe Bauarthänderungen über sich ergehen
lassen.
Grund waren nicht nur
objektive Zwänge und Notwendigkeiten: Waren es anfangs
die "Neuerer" die mit ihren Verbesserungsvorschlägen
ständig neue Nachrüstungen forderten, so waren es in den
folgenden Jahren die Materialengpässe. Kritisch wurde es
in den achtziger Jahren, so setzte plötzlich die
Belieferung der Scheiben für die Stirn- und
Seitenfenster aus. Der Werkdirektor des nun zuständigen
Raw Halle, Dr. Busch, musste mit seinem Team selbst die
Fertigung übernehmen. So fielen diesen Umständen
zwangsläufig die bei der ersten Serie des VT 2.09.0
eingebauten gebogenen Seitenfensterscheiben der
Stirnfront zum Opfer, sie wurden durch die - von den
Nachfolgeserien bekannten - geteilten Scheiben ersetzt.
 
Im 2. und 3.
Unterhaltungsabschnitt traten zunehmend starke
Durchrostungen an den Holmen der Wagenseitenwände auf.
Fast alle 171 erhielten teilweise eine komplette
Erneuerung des unteren Teiles der Wagenkastenseitenwände
und z.T. der Bodenverstrebungen. Ein Aufwand, der einem
Wagenkastenneubau gleichkam. Dabei entfielen auch die
Chromzierleisten.
Ein Engpass war die
Beschaffung der Fußbodenplatten, die aus geleimten
Schichtholzplatten bestanden. Aus der Not heraus wurden
dann als Ersatz Spanholzplatten verwendet, deren
Lebensdauer natürlich stark reduziert war. Zum
Hauptproblem gestalteten sich gegen Ende der achtziger
Jahre die fehlenden Ersatzteile für den Motor 6 KVD 18.
Das Roßlauer Motorenwerk bekam vom verantwortlichen
Bilanzorgan keine Genehmigung mehr, Motorgehäuse und
andere Ersatzteile für diese Maschine herzustellen, da
dieser Typ bereits 1967 - mit Ausnahme des verbesserten
6 KVD 18/15-1 SRW - nicht mehr produziert wurde. Aber
auch hier fanden die Hallenser um Dr. Busch eine Lösung.
Viele der V15-Werkloks der Industriebetriebe besaßen
aufgrund der geringen Laufleistung noch gut erhaltene DM
des Typs 6 KVD 18, und diesen hatte man ja angekippt und
als Unterflur-DM bei den VT 2.09.0 eingebaut.

Hierin lag die Lösung des
Problems, denn ein Umbau zur Anpassung des
Motortragrahmens für den DM 6 KVD 18 der BR 772 hätte
eine vollständige Änderung der Rahmenkonstruktion
bedeutet.
Kam eine Werklok ins Raw
Halle zur Instandhaltung. Bot man dem Eigentümer ein
neuen 6 KVD 18/15-1 SRW-Motor für seine Lok zum Einbau
an und behielt dafür den alten 6 KVD 18, um ihn nach
Aufarbeitung Raw selbst dann in einen LVT der BR 171
einzubauen.
Durch dieses "Tauschgeschäft"
konnte das Leben der LVT der BR 171 noch verlängert
werden. Für die DR war es allerdings ein Verlustgeschäft,
denn um nach der Methode die Motoren für den 771 zu
gewinnen, mussten für jede Werklok neue Motoren vom Typ
6 KVD 18/15-1 aus Roßlau gekauft werden.

Umzeichnung 1970 bei der Deutschen Reichsbahn
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VT 2.09.0 --> 171.0 --> 771
VB 2.07.5 --> 171.8 --> 971
VT 2.09.1 --> 172.0 --> 772.0
VS 2.07.1 --> 172.6 --> 972.6
VT 2.09.2 --> 172.1 --> 772.1
VS 2.08.2 --> 172.7 --> 972.7
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Nach über 20 Jahren
Betriebsdienst stand Anfang der neunziger Jahre eine
Modernisierung der LVT's an. Hintergrund der
Entscheidung für eine grundlegende Neugestaltung von
Innenraum und Außenansicht der bewährten Fahrzeuge war
die Erkenntnis, dass diese gerade in Zeiten sinkender
Fahrgastzahlen unentbehrlich sind. Als Baumuster für die
Modernisierung wurde 772 009 ausgewählt und im Oktober
1991 fertig gestellt.

Neben neuem Anstrich und
neuer Inneneinrichtung fiel das Fahrzeug auch durch die
Neugestaltung des Führerraums mit einer vom Fahrgastraum
abgetrennten Kabine auf. 1992 wurden schließlich vom Raw
Halle darüber hinaus verschiedene Umbauvarianten für die
Baureihe 771 vorgestellt, wobei die Beiwagen zu
Steuerwagen umgebaut wurden. Im gleichen Jahr fiel dann
auch die endgültige Entscheidung zur Modernisierung der
gesamten LVT-Flotte. Hierbei erhalten alle Fahrzeuge
neue MAN-Motoren, PZ 80 und Zugfunk (MESA). Das bis Ende
1995 terminierte Modernisierungsprogramm konzentrierte
sich in den Jahren 1992 und 1993 hauptsächlich auf die
Baureihe 771, im vergangenen Jahr wurden dagegen im
wesentlichen die Baureihe 772 umgebaut. Zwischenzeitlich
werden rote LVT's, insbesondere der Reihe 771 immer
seltener.
Die letzten roten 771
(Stand Oktober 1994): 771 003 Stendal, 016 Leipzig Süd,
022 Seddin (abgestellt), 032 Frankfurt (0), 1w. Seddin,
039 Halberstadt, 042 Neustrelitz, 059 Stralsund, 062
Dresden, 064 Seddin, 067 Dresden.
Besonders zu beachten ist
hierbei 771 003, der nach der Ausmusterung der beiden
Baumuster in den siebziger Jahren das älteste Fahrzeug
ist. Im Jahr 2000 sind nur noch 7 rote Triebwagen
vorhanden und fast im zweimonatlichen Abständen erfolgt
eine planmäßige z-Stellung durch Fristablauf.
Die Optimierung der
Umlaufpläne und die Reduzierung der Reservebestände
ergab ein bestimmtes Kontingent an immer freien
Fahrzeugen, das dem ehemaligen Raw Halle für die
Umbauarbeiten zur Verfügung gestellt wurde. Interessant
war die Vielfalt der Umbauten und besonders der leider
in Nordhausen ausgemusterte 772 157 viel auf, weil
dieser eine neue MAN Maschine und neue Getriebe erhielt
und äußerlich noch den alten Fahrzeugen in rot entsprach.

Besonderheit war der Umbau
von zwei Einheiten mit Erdgasbetrieb für die Usedomer
Bäderbahn.
Trotz Einsatztreserve war
die Einsatzdecke in den einzelnen Betriebshöfen manchmal
recht dünn, so daß mitunter kuriose Zuggarnituren als
Ersatz herhalten mussten. Auf der Prenzlauer Kreisbahn
verkehrte beispielsweise zeitweise ein
Bme-Schnellzugwagen mit je einer 346 an Zugspitze und -schluss
als LVT-Ersatz.
Mit der Umgestaltung der
Strecken Einsätze haben sich die LVT, insbesondere die
modernisierten Wagen, neue Einsatzgebiete erschlossen.
Bekannte Beispiele sind die Strecke Weimar - Kranichfeld
sowie die Insel Usedom, wo die LVT's heute im Takt
verkehren. Darüber hinaus fahren sie seit Sommer 1994
auch im Erzgebirge auf den Strecken von Flöha nach
Neuhausen und Marienberg. Einzig die kalten mintgrünen
Regionalbahnfarben und das neuen Krankenhaus ähnliche
Interieur der modernisierten LVT, kostete etwas an
Sympathien.

Doch im Zuge der
Fahrzeugneubeschaffung der DB AG und durch
Streckenstilllegungen könnten in diesem Jahr die ersten
Ausmusterungen von modernisierten LVT erfolgen. Trotzdem
ist vor allem die UBB sehr vorsichtig und hält bis zum
zufrieden stellenden Einsatz der gerade neuen in
Anlieferung befindlichen GTW 2/ 6 (Baureihe 646) noch an
den alten LVT fest.
Wann wir Abschied von den
LVT nehmen müssen und ob es nochmals Hauptuntersuchungen
für diese Fahrzeuge geben wird, ist derzeit noch nicht
zu sagen, aber leider ist sicher - das auch die Zeit
unserer "Ferkeltaxen" abgelaufen ist.
Doch unsere Ferkeltaxe
gehört genauso wie die roten Brummer der DB zur
Deutschen Eisenbahngeschichte und hat es verdient
erhalten zu bleiben. Wir wünschen uns, das Privatbahnen
und Vereine als Nachnutzer der DBAG Fahrzeuge der
Baureihen 771 und 772 weiter nutzen können. |